Frauentragen im Advent

Jedes Jahr im Advent wird in unserer Pfarrei der Brauch des "Frauentragens" gepflegt.

Dieser Brauch geht auf die Begebenheit zurück, als Maria und Josef auf ihrem Weg zur Volkszählung in Bethlehem an vielen Türen angeklopft und um Einlass gebeten haben. Da ihnen niemand Unterkunft geben wollte, mussten sie im Stall übernachten, in dem schließlich das Jesuskind zur Welt kam. Auch alle Mitglieder der Pfarrei Premenreuth sind während der Adventszeit ganz herzlich dazu eingeladen, ihr Haus für eine Nacht für die schwangere Mutter Gottes zu öffnen.

Um sich an diesem Brauch zu beteiligen, trägt man sich im November in eine Liste ein, die in der Pfarrkirche bzw. im Pfarrbüro ausliegt. So kann man selbst den Tag auswählen, an dem die Vorgängerfamilie die Mutter-Gottes-Statue übergibt. Die Statue wird auf den vorbereiteten Platz in der Wohnung gestellt. Wenn alle beisammen sind, - neben der Familie können auch Verwandte und Freunde eingeladen werden - treffen sich alle zu einer ruhigen Besinnungszeit bei der Marien-Statue. Dazu sind drei Gestaltungsvorschläge, einer davon speziell für die Teilnahme von Kindern, beigelegt. Es ist jedoch auch eine individuelle Gestaltung möglich. Man nimmt rechtzeitig mit dem nächsten Gastgeber Kontakt auf und vereinbart, wann die Maria an diesen weitergegeben werden kann. Es wäre sehr schön, wenn die Übergabe mit dem Vers auf dem Gebetszettel, einem Adventslied oder etwas ähnlichem gestaltet werden könnte.

Nicht nur die Zusammengehörigkeit in der Pfarrgemeinde wird durch das "Frauentragen" deutlich. Vor allem ist es ein wunderschöner, adventlicher Brauch, um sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Alle Gläubigen sind dazu aufgerufen, diese Gelegenheit zu nutzen, um die Vorweihnachtszeit besinnlich mit Blick auf Jesus zu gestalten.